Ellen Demuth

Einstellungspraxis der Landesregierung für Gymnasial-Referendare

Demuth: Für die Gymnasien zeigt die Ampel in Rheinland-Pfalz rot

 
Alarmierende Nachrichten erreichen die CDU Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag derzeit von Direktoren und Referendaren, aber auch vom Philologenverband: Sie vermelden vielfach, dass es für das kommende Schuljahr kaum noch Planstellen für Referendare an Gymnasien gebe.

Ellen Demuth: „Diese Befürchtungen der Gymnasien, bei den Einstellungen dieses Jahr weitgehend übergangen zu werden, scheinen sich immer deutlicher zu bewahrheiten. Dies zeigt die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der CDU-Fraktion. Im Vergleich zu den vorangegangenen Schuljahren brechen die Einstellungszahlen an den Gymnasien regelrecht ein. Es muss mit einem Rückgang von über 50 Prozent gerechnet werden.“

Nach Aussage der Landesregierung werden von den 250 zu erwartenden Planstellen die meisten auf die Gesamtschulen verteilt.  

Demuth: „Dies bedeutet konkret, dass an Gymnasien viele frei werdende Stellen nicht mehr besetzt werden. Als direkte Folge müssen die Schüler mit einem spürbaren Unterrichtsausfall rechnen.

Die Erklärung des Ministeriums dazu ist nicht stichhaltig: Der Rückgang der Schülerzahl an Gymnasien stellt mit lediglich 2 Prozent keine Größenordnung dar, die eine solch hohe Stellenstreichung rechtfertigt.

Wenn zusätzliche Stellen für die Oberstufen der Gesamtschulen gebraucht werden, darf man deshalb die Gymnasien nicht ausbluten lassen. Die Landesregierung strebt angeblich eine hundertprozentige Unterrichtsversorgung an allen Schulen an: Mit dieser Einstellungspolitik aber kann dieses Ziel nicht erreicht werden.

Die Befürchtungen, dass die SPD-geführte Landesregierung auf den Weg zur Einheitsschule ist, scheinen sich zu bewahrheiten. Dagegen wird sich die CDU entschieden zur Wehr setzen.“